Apfelstrudel mit Aha-Effekt

Es ist zur Zeit modern, dass klassische Gerichte „dekonstruiert“ serviert werden. Heißt: man zerlegt das Gericht in seine Einzelteile und sorgt dafür, dass die einzelnen Komponenten sich im Mund wieder zusammen fügen.

Da muss doch die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Vorgehens erlaubt sein! Ich beantworte diese Frage gerne: und ob das sinnvoll ist!

Dekonstruieren? Unbedingt!

Wir haben in unserem Kopf oft ganz genaue Vorstellungen davon, was wie aussieht und schmeckt. Das ist gut so. Aber ist es nicht auch spannend, wenn etwas zuerst nicht so schmeckt wie wir es erwarten? Und da meine ich jetzt nicht die Ergebnisse molekularer Kochkunst, wo etwas wie Erdbeere aussieht aber nach Chili schmeckt … oder so.

Das folgende Rezept für den „Apfelstrudel im Glas“ stammt aus dem dritten Band der Kochbuch-Trilogie „Küchen-IQ“ von Alexander Herrmann. Bei unserem Besuch in seinem Gourmetrestaurant wurde uns der Strudel nicht serviert, aber das konnten wir verschmerzen. Mehr gerne Im Blog unter Posthotel und Oma Hertha

Apfelstrudel im Glas

Zutaten für 4-6 Personen (je nachdem, wie groß der Dessertmagen der Gäste ist):

350 ml Schlagsahne, 2 Blatt weiße Gelatine, 2 Vanilleschoten, 2 El Zucker, 2 Blätter Strudel- oder Filoteig (Fertigprodukt aus dem Kühlregal), 2-3 El Puderzucker, 6 El Mandelblättchen, 40 ml brauner Rum (am besten Stroh-Rum), 2 El Rosinen, 2-3 Äpfel (z.B. Braeburn), 2 El brauner Zucker, 1 unbehandelte Zitrone

Rezept Rezeptidee Zutaten Apfelstrudel im Glas Alexander Herrmann Foodblog Sternestulle
Zutaten für den Apfelstrudel

Los geht‘s

Die Gelatine 5 min in kaltem Wasser einweichen. Vanilleschoten der Länge nach aufschlitzen und Mark herauskratzen (Schote beiseite legen!). 75 ml Sahne in einem kleinen Topf zusammen mit dem ausgekratzten Vanillemark langsam erwärmen. Restliche Sahne (275 ml) mit dem Zucker cremig aufschlagen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und in der warmen Vanillesahne auflösen. Die warme Vanille-Sahne in die geschlagene Sahne rühren. In Gläser verteilen und kaltstellen.

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Strudelblätter auf ein Blech mit Backpapier legen, mit Puderzucker bestreuen und im Ofen 10 Minuten goldbraun backen, danach abkühlen lassen. Die Mandelblättchen ebenfalls auf einem Backpapier verteilen, für 10 Minuten im Ofen rösten und anschließend mit Puderzucker bestreuen.

Gut vorzubereiten

Die Rosinen in einer kleinen Schüssel im Rum einweichen. Wer keine Rosinen mag (wie ich ;-)), der lässt die Rosinen einfach weg.

Den Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse herausschneiden und würfeln. Die Zitrone unter heißem Wasser abwaschen und mit einer Reibe die Schale abreiben. Dann die Zitrone halbieren und auspressen. Eine Pfanne auf dem Herd erwärmen und die Apfelwürfel, braunen Zucker und ausgeschabten Vanilleschoten für 5 Minuten karamellisieren lassen. Die Rumrosinen (oder eben nur den Rum ;-)) hinzufügen und so lange weiter erhitzen, bis der Rum verkocht ist. Mit Zitronensaft und Zitronenschale abschmecken.

Beim Anrichten die Mandelblättchen über die Vanille-Sahne streuen, die warme Apfelmischung darüber geben und den Strudelteig in Stücke brechen und dekorativ in die Gläser stecken.

Sofort servieren und die Gäste glücklich machen!

Rezept Rezeptidee Dessert Apfelstrudel im Glas Alexander Herrmann Foodblog Sternestulle
Apfelstrudel fertig zum Servieren

Der Aha-Effekt ist garantiert, denn im Mund verbinden sich die Komponten zum perfekten Apfelstrudelgeschmack.

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